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Zossen: Nazis verhöhnen Gedenken an die Opfer |
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Thursday, 28. January 2010 |
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Am 27.01.10, dem 65-jährigen Jahrestag der Befreiung des deutschen KZ Ausschwitz, störten Neonazis in Zossen das Gedenken an die Opfer.  Es ist der 27. Januar 2010. Weltweit wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Shimon Peres spricht sogar vor dem Bundestag im Land der Täter. Ungefähr 40km Luftlinie vom Bundestag gedenkt auch in Zossen die Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht". Etwa 150 Menschen, darunter auch viele Antifas aus Berlin Gedenken der Opfer auf dem Marktplatz der ehemaligen Kreisstadt in Teltow Fläming und wollen wie überall die Namen der lokalen Opfer öffentlich verlesen. Doch in Teltow Fläming(TF) kann so etwas nicht ungestört vonstatten gehen. Denn hier sind die "Freien Kräfte Teltow Fläming" aktiv. Ihr Sympatisant_innenkreis umfasst in etwa 30-40 Menschen in der Region. Schon vor Beginn der Veranstaltung haben sie sich zu etwa zwanzigst auf der anderen Seite des Marktplatzes versammelt. Dabei haben sie keine Versammlung oder ähnliches angemeldet. Während die Kundgebung der Bürgerini beginnt, fangen die Nazis sofort an, massivst die Veranstaltung zu stören. Dazu benutzen sie sowohl Trillerpfeifen, Tröten und einfach die Stimme. Während die Namen der Zossener Opfer des Holocaust verlesen werden, stören sie mit Parolen wie "Nationaler Sozialismus" usw.. Besonders widerlich wird es, als die Nazis anfangen "Lüge" oder "Alles Lüge". Spätestens hier wäre der Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Die Polizei schirmt aber weiterhin die Nazis gegen jeglichen Protest ab, der sich aus der etwa 20 Meter entfernten Kundgebung der Bürgerinitiative formiert, ab. Ingewahrsamnahmen gibt ews nur gegen Antifas, die angeblich gegen das Kunsturhebergesetz verstoßen, weil sie angeblich kopierte Blätter mit Nazifressen drauf hatten. Festnahmen oder Platzverweise bei den Nazis? Fehlanzeige. Zwar werden die Straftaten von den Cops gefilmt, auch Vermummung ist dabei, aber es wird nicht eingegriffen. Ist ja nicht das erstemal, dass die Polzei den Nazis klar den Protest ermöglicht. Erst vor wenigen Tagen war das "Haus der Demokratie" der Zossener Bürgerinitiative abgebrannt. Die Ermittlungen dauern noch an. Die Erfolgschancen sind jedoch nicht sehr hoch. In der Vergangenheit waren Ermittlungen bezüglich verschiedener Nazispühereien am Haus oder eingeschlagene Scheiben auch ins Leere gelaufen. |
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Antifaschistischer Protest gegen Nazi-Brandanschlag |
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Monday, 25. January 2010 |
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In der Nacht des 22. zum 23. Januar ist das „Haus der Demokratie“ in Zossen, durch zurzeit unbekannte Ursachen, niedergebrannt.
Vieles deutet auf einen Brandanschlag von lokalen Neonazis aus dem Umfeld der Kameradschaft „Freien Kräfte Teltow-Fläming“ hin. Sollte sich dies bewahrheiten, stellt dieser Anschlag bei dem die gerade öffentlich gezeigte Ausstellung „Jüdisches Leben in Zossen“ verbrannt ist, einen der schlimmsten antisemitischen Anschläge im Land Brandenburg seit dem Brandanschlag auf die „Jüdische Baracke“ in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen im Jahr 1992 dar. Die Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“, als Begründerin des Hauses, engagiert sich seit einiger Zeit in einem breiten Bündnis gegen faschistische Strukturen in Teltow-Fläming und versucht durch selbstorganisierte Projekte eine kritische Zivilgesellschaft zu fördern. |
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Verein «Opferperspektive»: Neonazis vor brennendem Haus gesehen |
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Sunday, 24. January 2010 |
I n der Nacht vom 22. auf den 23. Januar brannte das »Haus der Demokratie« in Zossen vollkommen nieder. Der Brand wurde gegen 23 Uhr entdeckt. Im Lauf der Nacht entschied die Feuerwehr, das Haus kontrolliert abbrennen zu lassen. Laut Polizei besteht der Verdacht auf Brandstiftung. Nach Angaben der Bürgerinitiative »Zossen zeigt Gesicht« sollen sich gegen 23.30 Uhr Neonazis der Freien Kräfte Teltow-Fläming vor dem Haus eingefunden haben, die sich dort gegenseitig vor dem brennenden Gebäude fotografierten. Die Initiative »Zossen zeigt Gesicht« hat sich zusammengefunden, um in der Stadt die Etablierung fester Neonazi-Strukturen zu verhindern. Das Gebäude in der Kirchstraße wurde seit September 2009 von der Bürgerinitiative »Zossen zeigt Gedicht« genutzt. Schon wenige Tage nach Eröffnung wurde das Haus mit rechten Parolen beschmiert und Aufkleber der Freien Kräfte Teltow-Fläming hinterlassen. Einen Monat später traf es den Sprecher der Bürgerinitiative. Mit großflächigen Farbschmierereien an seinem Haus wurde ihm mit dem Tod gedroht. Erst am vergangenen Wochenende waren erneut an seinem Haus Schieben eingeworfen worden, bei einem weiteren Mitglied wurde der Briefkasten zerstört und an einem Buchladen ein Böller gezündet. |
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